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Tales of Herbst

Franz Hautzinger - Trumpet, Electronics
Matthias Loibner - Hurdy Gurdy, Electronics
Peter Rosmanith - Percussion, Hang, Gubal

PRESSE

Das nennt man wohl antizyklisch. Während der Blick auf den Kalender Hoffnung auf einen baldigen Frühling macht, veröffentlicht das Trio Brot & Sterne sein Debüt mit dem schönen Titel Tales of Herbst. Sind die drei ihrer Zeit nun voraus oder hinterher? Vielleicht beides. Ihre Musik klingt ebenso altbewährt wie visionär, faszinierend eigenständig und dennoch zugänglich und scheinbar vertraut. Nachdem sie sich 2015 zu der Arbeit an einer Hörbuchmusik zusammengetan hatten, machen Trompeter Franz Hautzinger, Drehleier-Virtuose Matthias Loibner und Perkussionist Peter Rosmanith jetzt auf eigene Rechnung und ohne außermusikalischen Anlass weiter und erschaffen zauberhafte Klänge. Ihre herbstlichen Geschichten nehmen Zuhörer mit an einen Ort irgendwo zwischen Ambient-Musik und elektrischem Miles, nur eben mit gar nicht so viel Elektronik, sondern sehr organisch, nie beliebig, sondern sehr bedacht. Ihre Musik lebt, atmet und birgt zwischen pulsierenden Rhythmen, melancholischen Trompetentönen, geheimnisvollem Rascheln, Sirren und Schaben viele Geheimnisse. Man kann in sie abtauchen, es lohnt sich aber auch genau hinzuhören, nicht zuletzt, weil die Rollenverteilung innerhalb des Trios keineswegs so klar ist, wie sie auf dem Papier scheinen mag. Hautzinger steuert mit sparsam eingesetzter Elektronik auch Klangflächen bei, Rosmanith ist ein Perkussionist mit Hang zur Melodie, und Loibner scheinen an der Drehleier ohnehin keine Grenzen gesetzt. Unbedingt erwähnenswert, gerade in einer Jazzzeitschrift, ist die einzige Coverversion der Platte: Joe Zawinuls „In a Silent Way". Bezeichnend, dass sie sich nahtlos in den dramaturgischen Bogen des Albums einfügt. Die Instrumentierung klingt so schlüssig und normal, dass man kurz davor ist, auf dem Cover der Originalaufnahme von Miles Davis nachzuschauen, wer eigentlich damals vor bald 50 Jahren den Drehleier-Part gespielt hat. Jazzthetik, Guido Diesing, März 2017


Drei österreichische Meister ihrer Fächer,  die seit vielen Jahren befreundet sind und sich nun unter dem Namen BROT & STERNE gemeinsam auf eine aufregende Reise durch die verschiedensten Klangumgebungen fern jeder stilistischen Zuordnung begeben - FRANZ HAUTZINGER, MATTHIAS LOIBNER und PETER ROSMANITH verwirklichen auf ihrem Album "Tales of Herbst" (Traumton Records) ihre ganz eigene Art eines fesselnden Weltmusiksounds, eine, die immens viel Atmosphäre entwickelt und in fantasievollster Weise bunteste Bilder einer weit entfernten Welt in die Gedanken der HörerInnen malt.
Tun sich einmal drei musikalische Ausnahmekönner, wie sie Hautzinger, Loibner und Rosmanith ganz unbestritten sind, in einem gemeinsamen Projekt zusammen, dann kann man getrost das Besondere erwarten. Und es ist in der Tat so: Die Musik die dieses Dreiergespann auf seinem Album erklingen lässt, entwickelt seinen ganz eigenen faszinierenden Sog.
Die drei Ausnahmekönner erschaffen den Sound einer ganz eigenen musikalischen Welt. In dieser herrschen Friede, die Schönheit der Dinge und eine lyrische Harmonie zwischen den Elementen, es bläst ein warmer Wind von weiten wüstenähnlichen Ebenen bis hin zu sich mehr und mehr in Herbstfarben zeigenden dichten Wäldern. Es ist ein Ort, an dem ein musikalischer Dialekt gesprochen wird, der seine Einflüsse aus den unterschiedlichsten Richtungen bezieht - aus dem Jazz, der freien Improvisation, der elektronischen Musik, dem Folk, dem Tango, der Filmmusik und aus vielen, vielen anderen Spielformen der Musik.
FACETTENREICHE KLANGBILDER EINER FERNEN MUSIKALISCHEN WELT
Die Nummern auf "Tales of Herbst" vermitteln über ihre sich stetig verdichtenden Klangflächen, über ihre in ihrer Stimmung von eindringlich und melancholisch über geheimnisvoll bis hin zu stivoll und elegant reichenden Melodien, über ihre feingliedrigen und gefühlvollen Rhythmen, ihre flilgranen Arrangements und vielschichtigen Spannungsbögen etwas hoffnungsvoll Verträumtes, etwas Versöhnliches, eine Art Aufbruchstimmung, die den letzten Winkel des Raumes ausfüllt und einen in schönster Weise für einige wenige Momente dem Grau des Alltags entschweben lässt.
Es ist ein echtes Erlebnis,  sich durch "Tales of Herbst" zu hören, eines, das wirklich in einem hohen Maße die Fantasie anregt. Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith zeigen sich auf ihrem Album als Geschichtenezähler, denen es auf ganz besondere Art gelingt,  mit ihrer Musik ganz tief unter die Haut zu gehen. (
Michael Ternai - music austria Musikmagazin)

Drei versierte Individualisten bilden die Band "Brot & Sterne", die im Radiokulturhaus am 6. 3. "Tales of Herbst" präsentiert. Franz Hautzinger, Peter Rosmanith und Matthias Loibner beantworten dazu ein paar Fragen Wien – Die Formation Brot & Sterne scheint in einer mirakulösen Tonart des Träumens zu hausen. Auf der CD Tales of Herbst, die im Radiokulturhaus (6. 3.) präsentiert wird, herrschen friedvolles Schweben und wohlklingende Entrückung. Allerdings sind Trompeter Franz Hautzinger, Drehleierspieler Matthias Loibner und Perkussionist Peter Rosmanith zugleich auch Improvisatoren mit energischem Eigenprofil. So wird die CD (bei Traumton) zu einer Reise durch die Ideenwelt eines Trios, das an einem auratischen Gesamtklang arbeitet (zwischen Jazz und Weltmusik) und zugleich die Freiheit der Intervention nutzt, um die Beschaulichkeit mit Intensität aufzuladen. Vielleicht ist nicht zufällig ja auch eine Version von Joe Zawinuls In a Silent Way dabei, als kontemplative Plattform, auf der subtil kommuniziert wird. Drei Erzähler "Unsere Besetzung", so Peter Rosmanith, "gibt uns auch die Freiheit, nicht in den Vergleich mit anderen zu schlittern. Die selbst auferlegte Verpflichtung? Die Musik ist gemeinsam zu entwickeln, es gibt nicht 'den' Solisten, alle drei erzählen, jeder ist aber auch Begleiter. Wir wollen Geschichten voller Farben, Energien, aber auch voll der Ruhe eines Herbsttages erzählen." Matthias Loibner ergänzt: "Es ist wie bei einem Gespräch. Da gibt's Zuhören und Erzählen, aber auch die Atmosphäre, die es erlaubt, sich zurückzulehnen. Und die erschaffen wir uns gegenseitig." Der Titel der CD – Tales of Herbst – habe sich aber "aus der Aufnahmesituation des Spätherbstes, mit den schönen Nebelbildern des Waldviertels ergeben". Franz Hautzinger dazu: "Beim Kontrollhören der Musik, die eher frühlingsartig in unserer Fantasie erklang, hatte sich herausgestellt, dass wir ein 'dunkles Herz' beschrieben, quasi reine Melancholie." Trübsinnig klingt das alles aber nicht, eher erhebend trostvoll. Was bedeutet aber Brot & Sterne? "Brot steht für mich für das kraftvolle, ungekünstelte unserer Musik. Die Sterne stehen für Weite, Fantasie und grenzenlose Freude", so Rosmanith, der die Triokonstellation "als Glücksfall" beschreibt. Nach Hautzinger hat dies alles auch "immer mit Rücksichtnahme zu tun. Es geht ja um die Freude am Zusammenbauen der Musik, sie in Realtime zu formen. Dafür muss man Rücksicht nehmen und Verantwortung übernehmen und auch mutig sein. Ich liebe das Risiko des Improvisierens, den impliziten möglichen freien Fall – plus eben die rücksichtsvolle Aufmerksamkeit." Das Trio sei dabei die ideale Besetzung für Experimente. Tales verweist auf Geschichten. Würden sie übersetzt von Tönen in Begriffe, wovon würden sie handeln? "Eher von dem, was entsteht, wenn man die Augen schließt und die ganze Welt, das ganze Leben durch Körper und Geist strömen lässt", so Hautzinger. (DER STANDARD Ljubisa Tosic, 3.3.2017)


This is a potent serenity.  This is music whose imagery is so strong, it’ll compel even the most distracted, awoke listener into daydreams.  The enfolding harmonics of the hurdy-gurdy, the melodic warmth of trumpet and the mesmerizing percussion of hang drum come together on Tales of Herbst for one expression of tranquility after the other.  But this isn’t sleepytime music.  Augmenting their instruments with electronic effects, the trio’s hypnotic sound bubbles with activity and reveals an unending supply of nuance and details.  Perhaps most reflective of the approach from the trio that goes by the name of Brot & Sterne is their riveting version of the Joe Zawinul composition “In a Silent Way.”  With their unique instrumentation and singular sound, the trio doesn’t mimic the legendary Miles Davis album, but they certainly channel its spirit.  Intensely introspective, the music captivates right from the first note.  But they wind new melodic diversions around expressions of the original, and when the cadence bursts ahead, the rhythmic potential of all three primary instruments takes hold.  The source of the enchantment is in the details, and the details are everywhere on this album.  There’s the way that trumpeter Franz Hautzinger makes the melody dance on “Unterm Mostbirnenbaum,” and how Peter Rosmanith directs bursts of hang drum to modulate the tone of “Rimmal” from something unrelenting to something quite tuneful, and how the hurdy-gurdy of Matthias Loibner blurs the line between leading the melody and reshaping it after the fact.  Ultimately, however, the magic of this recording is revealed during moments when all of these elements, and more, come together in unison, and exudes a beauty greater than the sum of its individual efforts.  No better evidence of this exists than opening track “Aufbrechen” and finale “Heimweg,” and how the former piece builds intensity one small step at a time, while the latter piece dives right into a pool of serenity and never comes up for air. A seriously mesmerizing album. Bird ist the Worm GB


Brot und Sterne nennt sich ein ungewöhnlich besetztes Trio aus Österreich. Trompeter Franz Hautzinger, der sich bislang mit allerhand Avantgarde- Projekten einen Namen machen konnte, begibt sich diesmal mit zwei Landsleuten auf ein ruhiges, kammermusikalisches Gebiet. Womit ruhig nicht spannungslos meint, im Gegenteil. Hautzingers ungewöhnliche Melodik und Lyrik wird immer wieder aufgerissen von der flexiblen Drehleier Matthias Loibners und den Hang-Rhythmen des Perkussionisten Peter Rosmanith. Das Ganze wird durch einen Schuss Elektronik verfeinert, sodass durch Vermischung von Klangfarben quasi eine neue Weltmusik entsteht. Die melancholischen Töne des Trios werden allzeit unterfüttert mit Dynamik und Drive, was neue Räume schafft: Kammermusik der etwas anderen Art. (Jazz ’n More D Kobe)

 

 

Das ist wunderbar! Verspielt und trotzdem konzentriert werden da von einem Trio mit unterschiedlich musikalischen Vergangenheiten Themen untersucht, Stimmungen gestaltet, Lösungen angeboten. Man agiert frei und ungezwungen, lässt sich treiben, hört auf einander, knobelt die nächste Finesse aus. Das ist spannend, unterhaltsam und immer wieder überraschend in seinem Gestus. Man muss wohl Bitches Brew gehört haben und so manch andere Schmeicheleinheit für die Ohren, um so cool & nice 'rüberzukommen. Brot & Sterne gelingt das mühelos. Wie toll ein verhangener Trompetenton, eine Drehleier und eine Hang gemeinsam klingen können, das wird auf Tales of Herbst wunderbar gezeigt. Platte des Sommers! (ernst Freistil #73 D)


Wer mit dem Österreichischen Trompeter Franz Hautzinger ausschließlich Avantgarde, frei improvisierte Musik verbindet wird über diese Aufnahme staunen. Im Trio Brot & Sterne zeigt der geschätzte Virtuose eine überraschend melosgesättigte, lyrische Seite. Gemeinsam mit zwei hochkarätigen Landsleuten, mit Matthias Loibner an der Drehleier und dem Hang-Spieler und Perkussionisten Peter Rosmanith zelebriert Hautzinger auf "Tales Of Herbst" eine genreübergreifende Musik der zarten Töne und feinsinnigen Entwicklungen. Jazzidiom, Improvisation, Folklore und Ethno verknüpfen diese drei Könner zu einer ganz eigenen World Music von poetischer Leuchtkraft, zu einer Art World Jazz der zumeist elegischen Bewegungen und verträumten bis melancholischen Grundströmung. Über Electronics erweitern Franz Hautzinger und Matthias Loibner von Zeit zu Zeit das Timbre ihrer Instrumente, intensivieren die Atmosphäre durch schwebende Sound-Schlieren. Peter Rosmanith besetzt agil seine Doppelrolle als Rhythmiker und Melodiker am Hang, an Rahmentrommeln, diversen Becken und manchem mehr. Diesem Trio gelingt eine geradezu verzaubernde Musik der pastellenen Farben und filigranen Figurationen. Wobei neben den vorwiegend ruhig dahinfließenden Kompositionen/ Improvisationen immer wieder mal auch Dynamik und Drive ihren Raum bekommen. Naturgemäß lässt Franz Hautzinger sein leuchtendes Trompetenspiel hin und wieder ins (Luft-) Geräuschhafte gleiten, entlockt Matthias Loibner seiner Drehleier mal lange Noten, dann wieder Pizzicato-Momente und entwickelt Peter Rosmanith mit seinen Perkussions-Instrumenten eine reiche Ausdruckspalette. Versteht sich, dass "ln a silent way" als einzige Cover-Version des Albums sich bruchlos in diese "Tales Of Herbst" integriert. 

Jazzpodium D, Udo Andris, 4/2017

 

 

Auf improvisatorischen Abenteuerplätzen – Blicke weit über die Tellerränder des Jazz hinaus

„Quasi im Alleingang hat der Österreicher Matthias Loibner die heimische Drehleier revolutioniert. Mit dem seinen Bedürfnissen angepassten Instrument schaut er über alle Tellerränder. Bei Haydn, Vivaldi oder Schuberts „Winterreise“ findet er Anknüpfungspunkte, dann wieder darf man an Jimi Hendrix denken, an fernöstliche Meditationsmusik oder moderne Clubsounds. „Brot & Sterne“ heißt ein gleichberechtigtes Trio, in dem er gemeinsam mit dem etwas anderen Trompeter Franz Hautzinger und dem Perkussionisten Peter Rosmanith eine hintergründig umgarnende „Alpenstimmfonie“ aufgenommen hat. Mal imaginiert die Band auf dem Album „Tales of Herbst“ (Traumton) Kaiserin Sissi, mal lädt sie ein „Unterm Mostbirnenbaum“, dann wieder verneigt sie sich vor Miles Davis.“

Freie Presse D Steinmetzger



Extreme musikalische Bilder

Alles hat seinen guten Grund. Wenn sich ein Trio von Ausnahmekönnern zusammen tut und Brot & Sterne nennt, wird man Überlegungen anstellen. Brot symbolisiert das Hauptnahrungsmittel des Menschen, Sterne bedeuten Liebe und Langlebigkeit.

Franz Hautzinger, Matthias Loibner und Peter Rosmanith sind alles Musiker die als Freigeister und enorm vielseitig gelten sowie beim Wort Kategorie reflexartig zu fremdeln beginnen. Jeder der 3 Künstler beschäftigt sich musikalisch in mehrere Richtungen und entwickelte einen extrem sensiblen Zugang zu Improvisation und speziellen Stilspektren. Mit der CD „Tales of Herbst“ stellt das Trio eine fremde, spannende und hypnotisierende Tonwelt vor, die bizarre und emotionsgeladene Abenteuer im Kopf und unterschiedliche Stimmungen entstehen lässt. Der Titel „Tales of Herbst“ suggeriert Absterben, Warten auf die Winterruhe oder Verblassen des bunt Fröhlichen, deckt sich jedoch beim Hören der 12 Tracks nicht mit den Vermutungen. Franz Hautzinger, ein Virtuose an der Trompete, der immer fest konstruierte Brücken abreißt, um mit frischem Elan neue zu bauen, wirkte ja bis dato immer an meist aus jeder Form fallenden Projekten mit, die ihn z.B. mit Mia Zabelka, Derek Bailey oder dem Londoner Improvisers Orchestra vereinten. Sein grandioses Spiel auf der Vierteltontrompete, seine unentbehrlichen Luftgeräusche und Mikrotöne gereichen Hautzinger zur Einzigartigkeit.

Hurdy Gurdy Man

Als ich 1968 Donovan vom Hurdy Gurdy Man singen hörte, wusste ich nicht, wen oder was der Schotte überhaupt meinte. Und nun beheimatet Österreich mit Matthias Loibner einen Drehleierspieler (Hurd Gurdy), der internationales Renommee besitzt und als Lehrer des Saiteninstruments begehrt ist. Loibner lässt sein Instrument u.a. knarren, schnarren oder quietschen, dass es eine Freude ist. Dazu experimentiert der innovative Musiker noch mit mehrkanalig elektronischen Abnahmen, die die Klangpalette abermals bereichern. Der Waldviertler Perkussionist Peter Rosmanith ist ohnehin einer der Begabtesten seines Faches und verwendet vor allem auch auf „Tales of Herbst“ seine Hang. Lassen Sie sich in diesem Flussbett an Groove und Rhythmus treiben! Brot & Sterne liefert tiefe Impulse.

Concerto A Weiss